Shuttles & Co

Im Berliner Bezirk Reinickendorf wird ab dem Jahresende 2020 bis zum Jahresende 2021 eine Flotte von bis zu drei hochautomatisierten Kleinbussen im Fahrgastbetrieb der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) eingesetzt.

Schwerpunkte

Automatisiertes und vernetztes Fahren kann zukünftig ein Teil der Lösung städtischer Mobilitätsprobleme sein. Hierzu hat bereits das Vorgängerprojekt See-Meile gezeigt, dass ein sicherer und zuverlässiger Betrieb im laufenden Verkehrim öffentlichen Straßenland möglich ist und gut angenommen wurde. Die Erfahrungen aus dem Projekt See-Meile sollen nun durch die Ausweitung des ersten Streckenabschnitts vom U-Bahnhof Alt-Tegel zu den Tegeler Seeterassen um weitere Straßenzüge erweitert werden. Hier werden die hochautomatisierten Busse vor Herausforderungen wie enge Straßenabschnitte, Kopfsteinpflaster, die Überquerung einer Tempo 50 km/h Hauptverkehrsstraße und Ampelschaltungen gestellt. 

Neben der Ableitung von technischen Verbesserungen durch anfallende Betriebsdaten steht auch die technologische Akzeptanz der Bürger*innen Berlins (Nutzer*innen, Anwohner*innen) im Fokus des Projekts. Dabei soll herausgefunden werden, wie ein sicherer, zuverlässiger, wirtschaftlicher und gesellschaftlich akzeptierter Mobilitätsservice im Realbetrieb aussieht, um mit Hilfe dieser Erfahrungen die Entwicklung autonomen Fahrens in Berlin weiterzuführen. 
 

Im Projekt Shuttles & Co wird daher untersucht 

  •  wie hochautomatisierte Elektro-Kleinbusse in den Linienbetrieb des öffentlichen Nahverkehrs als sinnvolle Ergänzung eingebunden werden können, sodass das Mobilitätssystem optimiert und wirtschaftlich betrieben werden kann,
  •  wie die Erkennung der Umgebung automatisierter und vernetzter Fahrzeuge und der Austausch von dafür notwendigen Informationen verbessert und auf dieser Grundlage digitale Karten erstellt und ständig aktualisiert werden können,
  • wie gesellschaftliche Akzeptanz und das Vertrauen in die Technologien in der Gesellschaft erhöht werden können.

 

Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO ist innerhalb des Projekts schwerpunktmäßig für das Arbeitspaket 5 verantwortlich, in dem öffentlichkeitswirksame Maßnahmen und der gesellschaftliche Dialog sowie die Skalierbarkeit mittels Einführungsstrategien für das automatisierte und vernetzte Fahren im Vordergrund stehen. 

Dies beinhaltet unter anderem die Organisation, Durchführung und Auswertung  

  • von Projektwerkstattverfahren zur Beteiligung lokaler Stakeholder, 
  • einer Bürgerkonferenz, die Perspektiven aus Sicht der Stadtgesellschaft entwirft 
  • sowie die Verantwortlichkeit für die Erstellung von Informationsmaterialien wie Flyer, Filmclips und Social Media. 

 

Laufzeit

Januar 2020 – Dezember 2021

Kontakt

Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) - AöR -
Pressestelle

Tel. +49 30 256-27901
pressestelle(αt)bvg.de


Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz
Pressestelle

Tel. +49 30 9025-1090
pressestelle(αt)senuvk.berlin.de


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