Schwerpunkte der eMO

Als Koordinierungsstelle und Netzwerkagentur des Landes Berlin treibt die eMO die Pilotierung und Verbreitung von neuen und klimaschonenden Mobilitätslösungen in Berlin voran. Dazu zählt der Hochlauf der Elektromobilität, die Unterstützung der Berliner Wirtschaft in Zeiten der Verkehrswende sowie die Initiierung und Begleitung von zukunftsweisenden Innovationsprojekten. In Zusammenarbeit mit dem Land Brandenburg und unseren Partnern liegt der Fokus auf folgenden drei Schwerpunktthemen.

Nachhaltiger Wirtschaftsverkehr

Der Wirtschaftsverkehr macht ca. 30% des Gesamtverkehrs in Städten aus. Dazu zählen nicht nur der Transport von Gütern (Ver- und Entsorgung) sondern auch der Verkehr von Servicediensten sowie persönliche Dienstfahrten.

Elektrifizierung des Wirtschaftsverkehrs
Um diesen Verkehr nachhaltiger, d.h. ökonomischer, ökologischer und sozialer zu gestalten, unterstützen wir Berliner Unternehmen und Organisationen bei der Elektrifizierung ihrer Fahrzeuge. Wir geben Orientierung zu Förderprogrammen, neuen Fahrzeugkonzepten und Rahmenbedingungen. Darüber hinaus unterstützen wir die technologieoffene Erprobung weiterer klimaschonender Fahrzeug- und Antriebskonzepte. Auch neue soziale Innovationen, wie eine unternehmensübergreifende Nutzung von E-Fahrzeugen und Ladeinfrastruktur, sind in diesem Zusammenhang relevant. 

Nachhaltige City-Logistik
Ein weiteres Kernthema ist die nachhaltige City Logistik, bei der es nicht nur um die Dekarbonisierung der letzten Meile und die Verlagerung auf stadtverträgliche Fahrzeuge geht, sondern auch um eine bessere Organisation der Prozesse sowie die Bereitstellung der dafür notwendigen Infrastruktur. Hierzu fördern wir Pilotprojekte wie die Errichtung von City-Hubs oder Mikrodepots und die Erprobung von (digitalen) Be- und Entladezonen in Kooperation mit Berliner Bezirken.

 

Energiewende im Verkehr

Bei der Energiewende im Verkehr geht es im Kern um den effizienten Einsatz regenerativ erzeugter Energie im Mobilitätssektor inklusive der erforderlichen Speichermöglichkeiten. Die direkte Nutzung erneuerbarer elektrischer Energie im Verbund mit dem Auf- und Ausbau der dafür notwendigen Infrastruktur spielen eine zentrale Rolle. Zur Elektromobilität zählt für uns auch der Einsatz von Brennstoffzelle und Wasserstoff.

Bedarfsgerechte Bereitstellung von Ladeinfrastruktur
Zur bedarfsgerechten Bereitstellung von Ladeinfrastruktur für die Berliner Wirtschaft treiben wir den Ausbau sowie die effiziente Nutzung auf privaten Flächen voran. Diese Flächen können rein privat genutzt sein, wie z.B. auf einem Betriebshof oder auch für Dritte öffentlich zugänglich sein, wie z.B. für Kunden oder Anwohner. Dazu unterstützen wir Flächeninhaber bei der Standortwahl, vernetzen die relevanten Akteure, erstellen Studien, und unterstützen bei innovativen Lösungen, wie z.B.  "Dual-Use-Konzepten" und Wechselakku-Ökosystemen für Klein- und Leichtfahrzeuge.

Für die Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum, wie z.B. das Berliner Ladenetz "be emobil" ist  ausschließlich die Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz zuständig [Link zu deren LI-Seite].

Sektorenkopplung und Mobilitätsinfrastruktur
Im Bereich der Sektorenkopplung unterstützen wir Pilotprojekte, die Erzeugung und Nutzung von lokal erzeugtem regenerativem Strom entzerren und zu einer Entlastung der Netze führen. Intelligentes Lademanagement ist hier ebenso Thema wie bidirektionales Laden, Vernetzung von Flotten zu virtuellen Kraftwerken sowie notwendige Veränderungen von regulatorischen Rahmenbedingungen. Hierzu gehört auch die mobilitätsseitige Nutzung von Wasserstoff.

 

Multimodalität

Um den städtischen Wirtschaftsverkehr sauberer und effizienter zu gestalten, sind auch alternative Verkehrs- und Mobilitätsangebote und -konzepte von Bedeutung. Insbesondere im Personenwirtschaftsverkehr sind Alternativen durch ausgereifte multimodale Angebote zu erreichen.

Betriebliches Mobilitätsmanagement
Die Mobilität von Betrieben meint die Mobilität der Mitarbeitenden in Ausübung des Berufes, also Dienstfahrten, Transport von Gütern oder Servicefahrten (Handwerker etc.), aber auch das Pendeln zur Arbeit und zurück nach Hause. Hier gilt es alternative, umweltfreundliche Lösungen zu finden und in den Berufsalltag zu integrieren. Die Palette der Möglichkeiten ist groß und kann Themen wie der Förderung der Fahrradnutzung, Einführung von Mobilitätsbudgets oder die Einbindung von Sharing Diensten beinhalten.

Intelligentes Verkehrssystem
Mit Blick auf ein übergreifend intelligentes Verkehrssystem unterstützen wir die Digitalisierung sowie offene Datenplattformen. In Testfeldern zum automatisierten und vernetzten Fahren werden neue Angebote und Technologien erprobt, die das Spektrum der Mobilitätslösungen perspektivisch ausweiten und ergänzen. Hierzu zählen z. B. elektrische und automatisierte ÖPNV-Shuttles.