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Kickoff Netz_eLOG in Brandenburg

03.03.2020 Im Rahmen des Projektes "Intelligente Netzintegration der elektrifizierten Logistik", kurz Netz_eLOG, soll untersucht werden wie elektrische Fahrzeugflotten netzdienlich geladen werden können.

Am 27.02.2020 wurde das Projekt Netz_eLOG (Intelligente Netzintegration der elektrifizierten Logistik) mit einem erfolgreichen Kickoff gestartet. Das von der eMO unterstützte Konsortium aus dem Engineering-Partner IAV und dem Verteilnetzbetreiber E.DIS unter Leitung des Reiner Lemoine Instituts untersucht in den nächsten drei Jahren wie elektrische Fahrzeugflotten netzdienlich geladen werden können. Ziel ist die Entwicklung von Verfahren für eine netzseitige Steuerung der Ladevorgänge unter Berücksichtigung aller Kriterien von Flotten- und Netzbetreibern. Dazu entwickelt IAV im Projekt eine IoT-Plattform, welche die interoperable Kommunikation der einzelnen Systeme ermöglicht. Aufbauend auf dieser Plattform wird eine KI-basierte Lastregelung entwickelt, die eine flexible Ladung der Fahrzeuge gemäß der im Projekt festgelegten Kriterien ermöglicht.


Die E.DIS zukunftsfähige, netzdienliche Steuerungskriterien entwickeln und darüber hinaus die Flexibilitätsoptionen für den Standort sowie für eine breite Anwendung der netzdienlichen Steuerung aus Sicht des Netzbetreibers bewerten. Neben der Projektleitung wird das Reiner Lemoine Institut über Simulationstools techno-ökonomische Bewertungen des lokalen Energiesystems vornehmen und die Übertragbarkeit der intelligenten Ladesteuerung bewerten. Für einen langfristigen Erfolg des Projekts werden zudem über Workshops verschiedene Stakeholder an der Entwicklung nachhaltiger Anreizmodelle beteiligt.


Das Konsortium wird die Ladesteuerung an einem Verteilzentrum der Deutschen Post DHL Group in Kleinmachnow in verschiedenen Praxistests mit bis zu 63 StreetScootern WORK XL untersuchen. Im Rahmen des Kickoffs wurde in einem Arbeitsteil am Standort in Kleinmachnow dazu alles Nötige für den Aufbau der Ladeinfrastruktur und der zu verbauenden Messtechnik aufgenommen.

Durch die zunehmende Dezentralisierung und volatile Einspeisung erneuerbarer Energien wird die Nutzung von Flexibilitäten für das Stromnetz immer relevanter. Hier setzt das Projekt an. Das Konsortium untersucht, wie die Flexibilitätsoptionen der Elektromobilität intelligent genutzt werden und so einen Beitrag zur Verkehrswende leisten können.

Weitere Informationen zum Projekt und den Inhalten finden Sie auf der Projektseite.