ATLaS: Automatisiertes und vernetztes Fahren in der Logistik - Chancen für mehr Wertschöpfung

Das automatisierte und vernetzte Fahren (AVF) ist ein Thema, das auch für die Produktion, die Logistik und den Güterverkehr von großer Bedeutung ist, da dort erhebliche Kostenvorteile und Prozessverbesserungen zu erwarten sind. 

Schwerpunkte

Ein wesentliches Hemmnis für die Einführung von Konzepten zum automatisierten und vernetzten Fahren im Güterverkehr ist momentan die fehlende durchgehende Digitalisierung der Logistik. Konzepte wie "Smart Factory" oder "Connected Supply Chain" finden bisher nicht das entsprechende Pendant im Güterverkehrssystem. Dabei besteht bei den wesentlichen Akteuren (Logistik und Fahrzeugherstellern) ein ausgesprochen hohes Interesse an der Einführung des AVF im Straßengüterverkehr, da diese mit der Entwicklung völlig neuer Anwendungskonzepte verbunden ist. Hierbei gibt es nicht nur technische Herausforderungen.

Für eine erfolgreiche Integration des AVF in Logistikketten bedarf es vor allem der Identifizierung des Nutzens für die Unternehmen. Dazu ist es notwendig, die Anforderungen der verladenden und der Logistikunternehmen – der Nachfrageseite nach automatisierten Transporten – zu kennen. Diese lassen sich momentan noch nicht auf den Testfeldern gewinnen, da dort zunächst technische Funktionalitäten, insbesondere von Platoons, überprüft werden. Aus der Perspektive der logistischen Akteure ist es notwendig, die neuen technisch-organisatorischen Abläufe in kompletten Logistikketten zu ermitteln und deren ökonomische und verkehrliche Wirkung abzuschätzen. Ein wesentlicher Aspekt sind dabei auch mögliche neue Geschäftsmodelle.

  • AP 1: Systemanalyse von Prozessen, Akteuren und IKT straßengebundener Logistikketten
  • AP 2: Wertschöpfungs- und Akzeptanzanalyse automatisierter und vernetzter, straßengebundener Logistikketten
  • AP 3: Entwicklung von Einsatzszenarien automatisierter und vernetzter, straßengebundener Logistikketten
  • AP 4: Wirkungsanalyse automatisierter und vernetzter, straßengebundener Logistikketten
  • AP 5: Handlungsempfehlungen an Hersteller und Politik

Laufzeit

08/2017 - 07/2019

Kontakt

Dr.-Ing. Stephan Müller
Rutherfordstraße 2
12489 Berlin 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Institut für Verkehrsforschung, Wirtschaftsverkehr 

Tel.: +49 30 67055-149

Projektpartner

  • DLR-Insitut für Verkehrsforschung
  • Technische Universität Hamburg Harburg (Institut für Verkehrsplanung und Logistik)