Die Senatorin spricht an einem Rednerpult.
Die Senatorin spricht an einem Rednerpult.
08.03.2013 |

Senatorin Yzer: "Berlin soll Referenzstadt für Elektromobilität werden"

Die Hauptstadtregion will sich im Zukunftsfeld Elektromobilität als Referenzstadt aufstellen. Darum ging es bei einer Informationstour, die Wirtschaftssenatorin Cornelia Yzer am Freitag, den 8. März 2013 mit Medienvertretern unternahm. Moderiert wurde die Rundfahrt von Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität.

Auf dem Programm stand nach Abfahrt an der Senatsverwaltung mit einem von eMO-Partner BVG zur Verfügung gestellten Wasserstoff-Bus zunächst ein Besuch bei Continental Business Unit Hybrid Electric Vehicle. Continental entwickelt in Berlin Elektromotoren und elektrische Antriebsstränge.

Zweiter Tourpunkt war das Fraunhofer Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik in Moabit. Fraunhofer IPK besteht seit 35 Jahren und gehört zu den zentralen Akteuren innerhalb der Elektromobilität in der Hauptstadtregion. Präsentiert wurden beim Besuch zwei Elektro-Lkw, die zur Müllentsorgung bzw. zur Belieferung des Einzelhandels im Rahmen von Schaufenster-Projekten eingesetzt werden. Der Elektro-Lkw der Firma Meyer&Meyer ist das weltweit erste Brennstoffzellenfahrzeug, das zur Auslieferung verwendet wird.

Im Anschluss präsentierte eMO-Partner Ubitricity vor seiner in unmittelbarer Nähe liegenden Unternehmenszentrale, wie die Aufladung von Elektrofahrzeugen über Straßenlaternen funktionieren könnte. Das Unternehmen wurde 2008 in Berlin gegründet und ist ein erfolgreiches und innovatives Start-up.

Den dritten und letzten Tour-Punkt bildete das Gelände des Europäischen Energieforums (EUREF) in Schöneberg. Auf dem EUREF-Campus werden innovative Lösungen zur Vernetzung von individuellem und öffentlichem Personenverkehr entwickelt, erprobt und der interessierten Öffentlichkeit gezeigt. Eine Vielzahl an Firmen im Bereich Elektromobilität sind hier vertreten. Besucht wurden das Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaftlichen Wandel (InnoZ), das Joint Venture Hubject sowie das Start-up-Unternehmen Urban-e.

Die in Berlin geplanten Projekte im Rahmen des Internationalen Schaufensters Elektromobilität bezeichnete Senatorin Yzer als "Praxislabor, das Alltagstauglichkeit und Wirtschaftlichkeit der Elektromobilität aufzeigen wird." Das Land Berlin plant unter anderem, die Ladeinfrastruktur auszubauen, ein Qualifizierungszentrum Elektromobilität einzurichten und die Elektrifizierung des Landesfuhrparks anzustoßen.

Gernot Lobenberg fügte hinzu, dass die Presserundfahrt zeige, dass Berlin bereits heute sehr viele Facetten und Bereiche der elektromobilen Wertschöpfungskette biete. "Alleine die Ansiedlung von Hubject, einem Joint Venture von sechs großen Nicht-Berliner Unternehmen, zeigt, dass in der Hauptstadtregion in Sachen Elektromobilität die Musik spielt."