Berlin ist elektrisiert

24.05.2015 Gleich zwei Highlights elektrisieren das Tempelhofes Feld: Mit 577 E-Fahrzeugen wird die längste Parade der Welt aufgestellt. Lucas Di Grassi gewinnt erstes Rennen der Formel E in Deutschland und wird wenige Stunden später disqualifiziert.

Elektromobilität pur gab es heute auf dem Tempelhofer Feld. Der Weltrekord der längsten Parade von Elektrofahrzeugen kam mit 577 E-Autos, Segways, E-Rollern, E-Scootern, E-Lieferwagen und E-Dreirädern wieder zurück nach Deutschland. Zuletzt wurde er am 22. September 2014 im Silicon Valley in den USA mit 507 Fahrzeugen aufgestellt.

Pioniere der Elektromobilität und alle Berlinerinnen und Berliner waren eingeladen, sich an dem Weltrekordversuch zu beteiligen und auf der Rennstrecke des FIA Formel E DHL ePrix Rennens mit ihrem eigenen Fahrzeug oder einem geliehenen eine Runde zu drehen – vor den Augen 20.000 begeisterter Zuschauer.

Organisiert wurde die Parade von dem Schweizer Louis Palmer (WAVE) in Zusammenarbeit mit der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO. Er war sichtlich erleichtert, als das 508. Elektroauto die Ziellinie überquerte: "Bis zuletzt war nicht klar, ob wir den Weltrekord knacken. Mit den 577 Fahrzeugen hat Berlin die Latte jetzt sehr hoch gelegt für den nächsten Versuch."

Laut den Regeln des Guinness World Records waren nur Elektrofahrzeuge zugelassen, die über eine Straßenverkehrszulassung verfügen und keinen Zusatzantrieb haben. Pedelecs, Hybride oder E-Fahrzeuge mit Range Extender durften nicht mitfahren.

Das anschließende Rennen der Formel E gewann Lucas di Grassi aus dem deutschen Abt-Sportsline-Team. Wenige Stunden später wurde er wegen unzulässiger Umbauten an seinem Fahrzeug disqualifiziert.  Die Renn-Serie der Formel E wird in diesem Jahr erstmalig weltweit in elf Städten ausgetragen. Berlin ist einer der Austragungsorte der weltweit ersten vollelektrischen Rennserie. In der Formel E wird das Rennen inklusive Training und Qualifying an einem Renntag abgehalten.

Die Berliner Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung, Cornelia Yzer zeigte sich begeistert von dem Rennen und dem Weltrekord: "Elektromobilität macht Spaß und ist ansteckend. Das haben das Formel E-Rennen wie auch der gelungene Weltrekord vor der Kulisse des ehemaligen Flughafens Tempelhof bewiesen."

Der Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, Gernot Lobenberg begrüßte sowohl den Weltrekord als auch das Formel E-Rennen: "Wir freuen uns, dass der Weltrekord nach Berlin gekommen ist und das Rennen so viele Menschen begeistert hat. Elektromobilität wird auch dadurch immer sichtbarer und die Berlinerinnen und Berliner merken, dass das keine Zukunftsmusik ist, sondern nachhaltige Mobilität im hier und heute."

Fotos von der Weltrekordparade können hier heruntergeladen und mit dem Hinweis © Berlin Partner für Pressezwecke verwendet werden.