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12.09.2018 |

WELMO - Berlin fördert Elektromobilität

Das Förderprogramm "Wirtschaftsnahe Elektromobilität" der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe ist gestartet. Die eMO lud zur Kick-Off Auftaktveranstaltung ins Effizienzhaus Plus in Charlottenburg. Branchenvertreter, Politiker, Technologie-und Fahrzeuganbieter waren mit dabei.

4.000 Euro Zuschuss für ein Elektroauto – das ist die Summe der Förderung, welche die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe im neuen Förderprogramm "Wirtschaftsnahe Elektromobilität" bietet. Mit dem Förderprogramm unterstützt das Land Berlin kleine und mittlere Unternehmen sowohl beim Umstieg auf elektrisch betriebene Fahrzeuge als auch bei der Errichtung einer geeigneten Ladeinfrastruktur im privaten gewerblichen Umfeld und auf Betriebshöfen.
Egal ob Praxis, Kanzlei, GbR, GmbH oder gGmbH – auch alle Freiberufler und Selbstständigen sowie Vereine können einen Antrag auf Förderung stellen.


Die Förderung kann zusätzlich zu der Kaufprämie der Bundesregierung in Anspruch genommen werden, sodass ein Elektroauto in der Regel 8.000 Euro günstiger zu erhalten ist. Für einige Fahrzeuge und unter bestimmten Bedingungen sind sogar bis zu 13.500 Euro Ersparnis möglich.


Staatssekretär Christian Rickerts erläuterte bei der Auftaktveranstaltung im Charlottenburger Effizienzhaus Plus, warum seine Verwaltung KMUs unterstützen will: "Wir leiten den nächsten Schritt auf dem Weg zur Mobilitätswende ein und sorgen für leiseren und saubereren Wirtschaftsverkehr in der Stadt. Berlin als wachsende Stadt hat eine besondere Verantwortung für den Klima- und Gesundheitsschutz. Darum unterstützen wir mit dem Förderprogramm "Wirtschaftsnahe Elektromobilität" die Umstellung gewerblicher Flotten auf Elektromobilität. Wir lassen die Berliner Unternehmen mit dieser Herausforderung nicht allein."


Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO: "Nicht nur der geringere CO2-Ausstoß, auch die Vermeidung von Lärm, Feinstaub und Stickoxiden helfen, Berlin noch lebenswerter zu machen. Außerdem darf man mittlerweile den Imagefaktor nicht unterschätzen: Wenn Sie bei Ihren Kunden mit einem Elektroauto vorfahren, beeindruckt das nachhaltig."


Die IBB Business Team GmbH (IBT) der Investitionsbank Berlin (IBB) ist für die Verteilung der Fördermittel – zunächst drei Millionen Euro in 2018 und drei Millionen Euro in 2019 – verantwortlich. Geschäftsführer Andreas Bißendorf: "Das Programm wird sehr gut aufgenommen. Bis heute haben wir 165 Voranträge für das Produkt registriert. Rund 40 Anträge haben wir seit dem offiziellen Start am 1. September bereits qualifizieren können. Insbesondere der Zuschuss für den Kauf- bzw. das Leasing von Kraftfahrzeugen wird enorm nachgefragt."  


Die Erfahrungen zeigen, dass die Elektrofahrzeuge in der Stadt, vor allem bei regelmäßigen oder geplanten Routen, alltagstauglich sind. Wegen der geringen Betriebskosten und mit den Zuschüssen beim Erwerb rechnen sich Elektrofahrzeuge schon heute.


Während der heutigen Auftaktveranstaltung berichteten erfahrene Elektromobilistinnen und Fuhrparkleiter von ihren Erfahrungen. Interessierte Teilnehmer konnten Testfahrten in Elektrofahrzeugen unternehmen und sich über Ladeeinrichtungen informieren.