06.10.2015 |

Neue Kompetenzen vermitteln: Transnationales Meeting des Projektes "Learning e-Mobility Plus" in Polen

Vom 21. - 23.09.2015 trafen sich die Projektpartner von neun Institutionen aus Polen, Italien und Deutschland in Posen, um Zwischenergebnisse vorzustellen, praktische Erfahrungen auszuwerten und das weitere Vorgehen zu beraten.

Die Projektpartnerschaft "Learning e-Mobility Plus" entwickelt innovative Methoden und Strategien zum gemeinsamen Lernen in Kooperation von Berufsschule, Hochschule und Unternehmen. "Learning e-Mobility Plus" wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Erasmus+ gefördert.

Die Flexibilisierung der Bildungskarrieren gehört zu den großen Herausforderungen an europäische Bildungssysteme. Die Möglichkeit eines Übergangs aus der beruflichen Bildung in ein universitäres Bildungssystem - und auch umgekehrt - erleichtert zukünftigen Fachkräften die Orientierung am Arbeitsmarkt und den Einstieg ins Berufsleben. Im Projekt "Learning e-Mobility Plus" werden innovative Kooperationsmodelle zwischen Berufsbildung, Hochschulbildung und betrieblicher Praxis entwickelt und getestet, um ein praktikables Lernenvironment im Zusammenspiel von Hochschulen, Berufsschulen und KMU zu entwickeln und aufzubauen. Neue Technologien verlangen Kompetenzen, die mittlerweile deutlich über das traditionelle Berufsschulbild hinausgehen. Das Projekt illustriert am Beispiel Elektromobilität, wie diese neuen Kompetenzen in Ausbildung integriert werden können. Die Partnerinstitutionen entwickeln dabei drei prototypische Lehrmodelle und erstellen multimediale Dokumentationen.

"Nur im persönlichen Kontakt zwischen Auszubildenden und Studierenden können Nachwuchskräfte ein Gespür für die Anforderungen der universitären Ausbildung bzw. der Berufspraxis entwickeln; dies erleichtert die zukünftige Kooperation zwischen den Ingenieuren und Kfz-Fachkräften und wirkt sich positiv auf die Berufskarrieren aus. Bei transnationalen Projekten wird zudem sichtbar, wie stark die Ausbildungssysteme der Länder variieren. Ein regulärer Austausch und die enge Zusammenarbeit hilft, die Spezifika der jeweiligen Systeme einzelner Länder zu verstehen und im Ergebnis europäischen Mehrwert zu erzielen ", meint Grazyna Wittgen, die Projektmanagerin der BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH, die das Projekt koordiniert.

20 Akteure aus den Partnerorganisationen waren in Posen dabei. Sie konnten sich vor Ort beim ZSS -Berufsbildungszentrum für das Kfz-Gewerbe und der PUT-Technische Universität Posen sowie unterstützt von der WIR-Handwerkskammer ein genaueres Bild über den aktuellen Umgang mit der Elektromobilität in der polnischen Ausbildungspraxis machen.

Die eMO unterstützt die Partnerschaft "Learning e-Mobility Plus" bei der Vernetzung von Akteuren, bei der Verbreitung von Ergebnissen und bei Veranstaltungen.

Weitere Informationen auf der Website der Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.