Elektromobilität in der Sicherheitsbranche

14.10.2015 Seit rund einem Jahr sind auch sechs vollelektrische Renault Zoe Teil der Securitas-Flotte in Berlin. Eine Neubestellung spricht Bände: Das Unternehmen ist von der Elektromobilität überzeugt und wird die Anzahl seiner Stromer in den kommenden Wochen weiter steigern.

Insgesamt hat das Unternehmen weitere sechs Renault Zoe für den Einsatz in der Hauptstadt bestellt sowie zwei weitere für ein Projekt in einem Kölner Wohngebiet. Veit Steinmöller, Bereichsleiter der Securitas Mobil GmbH & Co. KG Betriebsstätte Berlin Call Out, sagt, dass Mitarbeiter den E-Fahrzeugen anfangs skeptisch gegenüberstanden: "Das hat sich aber schnell positiv entwickelt, die Fahrzeuge bieten einfach ein tollen Fahrgefühl und die Beschleunigung ist sehr gut".

Auch aus finanzieller Sicht war der Umstieg auf Elektromobilität lohnenswert. Zwar kann eine finale Bilanz erst am Ende des dreijährigen Leasingvertrags gezogen werden, aber Steinmöller sagt, dass sich die gesparten Steuern und nicht zuletzt die gesparten Abgase schon jetzt bemerkbar machen. "Und man muss erst mit 30.000 Kilometern zum ersten Mal zur Wartung", ergänzt der Bereichsleiter.

Die e-Autos werden für Alarminterventionsfahrten, nächtliche Revier- und für tägliche Aufzugskontrollen eingesetzt. Securitas überprüft rund 300 Personenaufzüge in Berlin jede Woche. Die Strecken die Autos hierfür zurücklegen müssen, sind kalkulierbar. Die Reichweite der Fahrzeuge reicht dafür aus. Ein weiteres Projekt ist der Hol-und-Bring-Dienst von Werkstätten und Autohäusern. Ein Securitas-Mitarbeiter fährt zu einem Kunden, um dessen Auto zur Werkstatt oder zum Händler zu fahren und wieder abzuholen. Die Fahrt zum Kunden erfolgt mit dem Stromer.

"Unsere Elektroautoflotte wird durchaus positiv von den Kunden aufgenommen", sagt Steinmöller. Die GSG-Höfe in Berlin haben sogar eine Ladestation für die Autos installiert.

Der Sicherheitsdienst selbst hat Ladestationen an den Standorten in der Potsdamer Straße, Buckower Chaussee und Wittestraße, welche die Fahrzeuge in rund 60 Minuten komplett aufladen können. Eine vierte Station wird zum 1. November in Oberschöneweide errichtet, wo die neubestellten E-Autos nachts Revierkontrollen fahren werden.

Die Securitas-Flotte wird über [ui!] the urban institute gefördert und ist Teil des Forschungsprojekts "eFahrung”, das die Nutzung von Elektroflotten in Berlin-Brandenburg erprobt und Flottenbetreibern die Möglichkeit bietet, Erfahrung mit Elektrofahrzeugen zu sammeln.