19.09.2014 | International News Pressemitteilung

Strom auf der Straße

Mehr als 300 Besucher sind heute mit rund 30 Elektrofahrzeugen zu einer Spritztour in den Berliner Verkehr gestartet. Zur Veranstaltung eFahrzeuge erFAHREN – einsteigen & nachhaltig durchstarten hatte die eMO Flottenmanager, Gewerbetreibende aber auch Privatleute eingeladen.

Mehr als 300 Besucher sind heute vom Schöneberger Euref-Campus mit rund 30 Elektrofahrzeugen zu einer Spritztour in den Berliner Verkehr gestartet. Zur Veranstaltung eFahrzeuge erFAHREN – einsteigen & nachhaltig durchstarten hatte  die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO Flottenmanager, Gewerbetreibende aber auch Privatleute eingeladen.

In Workshops informierten Experten der Branche zu den Themen Ladeinfrastruktur, Leasing von Elektroautos, den Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge und Fuhrparks für die öffentliche Hand.  In den lebhaften Diskussionen wurde immer wieder die Begeisterung für Elektromobilität deutlich. Gleichzeitig wurden kontroverse Fragen wie die nach den hohen Anschaffungskosten für Elektrofahrzeuge oder nach den Hindernissen bei der Elektrifizierung öffentlicher Flotten nicht ausgespart.

Gernot Lobenberg, Leiter der eMO weiß, dass die Ecken und Kanten der neuen Technologie noch ausgebügelt werden müssen, gab sich aber überzeugt: "Über Elektromobilität reden, ist das eine. Das andere – vielleicht noch wichtigere – ist, Elektromobilität zu erleben. Denn Elektromobilität ist vor allem eine sinnliche Erfahrung. Jeder, der schon elektromobil unterwegs war, weiß was gemeint ist: ruckelfrei, sportlich, leise, umweltbewusst – Elektromobilität macht Spaß."
Das ließen sich die Teilnehmer nicht zweimal sagen und testeten die 19 PKW, 2 Motorräder, 3 Pedelecs und 2 Kleinlaster volle neun Stunden auf Herz und Nieren.  Das Ergebnis der Testfahrten war in der Regel immer dasselbe: Ein glückliches Lächeln der Testfahrer beim Aussteigen.

Für die Entscheidung, mit der eigenen Firmenflotte auf Elektrofahrzeuge umzusteigen verleiht die während der Veranstaltung vorgestellte InitiativE Berlin-Brandenburg einen Schub: 45 Prozent der Differenz zwischen den Leasingraten von Elektroautos und vergleichbaren herkömmlichen Fahrzeugen werden in diesem von der eMO koordinierten Projekt durch das Bundesumweltministerium (BMUB)gefördert.

Dazu Lobenberg: "Die Wirtschaftlichkeit von E-Fahrzeugen rückt in greifbare Nähe. Je mehr ein Elektroauto pro Jahr eingesetzt wird, desto rentabler wird es durch die Einsparung der Treibstoffkosten. Mit der Förderung des BMUB geht das natürlich noch viel schneller."

Aus gutem Grund wurde daher die Veranstaltung von Getrud Sahler, Abteilungsleiterin für Umwelt und Gesundheit, Immissionsschutz, Anlagensicherheit und Verkehr, Chemikaliensicherheit im BMUB eröffnet: "Elektroautos müssen die Herzen der Menschen erobern und am Ende auch die Straßen." Sie betonte die Chancen, die Elektromobilität biete: "Strom statt Benzin bedeutet, dass wir die Abhängigkeit von teuren Importen von Öl gegen regionale Wertschöpfung tauschen."

Das urban institute® [ui!], nutzte als Koordinator des Berliner Forschungsprojekt "eFahrung" die Gelegenheit der Veranstaltung , um drei weitere Elektrofahrzeuge als Testfahrzeuge für eCar-Sharing in Unternehmensflotten an den Sicherheitsdienstleister  Securitas zu übergeben.