15.07.2017 | Pressemitteilung

Potentialstudie "Intelligente Mobilitätslösungen für die City West"

Die eMO und die AG City haben gemeinschaftlich das IIT beauftragt, eine Potentialstudie intelligenter Mobilitätslösungen auszuarbeiten, um Antworten auf die radikalen Veränderungen in der Mobilität in urbanen Räumen am Beispiel der City West zu finden. Mit der Studie soll eine Plattform für Innovationsprojekte in der City West geschaffen werden.

Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO und die AG City haben gemeinschaftlich das Institut für Innovation und Technik IIT des VDE/VDI beauftragt, eine Potentialstudie intelligenter Mobilitätslösungen auszuarbeiten, um Antworten auf die radikalen Veränderungen in der Mobilität in urbanen Räumen am Beispiel der City West zu finden. Mit der Studie soll eine Plattform für Innovationsprojekte in der City West geschaffen werden. Unternehmen und andere Akteure sind auf dieser Grundalge eingeladen, sich an Projekten zu beteiligen oder eigene Vorhaben anzustoßen.

Im Bereich der Themenfelder:

1.    Mobilitätskonzepte und -angebote für Personen
2.    Urbane Logistik
3.    Immobile Mobilitätsinfrastrukturen
4.    Digitales Mobilitätsumfeld

wurden im Rahmen eines Workshopverfahrens unter Beteiligung von Fachexperten aus dem Bereich Intelligente Mobilität und Anrainern der City West viele Ideen aufgenommen und aus diesem Fundus drei Maßnahmen abgeleitet, die nun weiter qualifiziert als Pilotprojekte zur Anwendung kommen sollen.
Im Themenfeld Mobilitätskonzepte und -angebote für Personen sollen die bereits gut ausgebauten Strukturen des ÖPNV in der City West durch innovative Dienstleistungsangebote ergänzt werden. Die AG City favorisiert dabei den Ausbau des Hardenbergplatzes zum zentralen Ort der Verknüpfung aller Verkehrssysteme. "Außerdem möchten wir, dass der ÖPNV auf der Tauentzienstrasse und dem Kurfürstendamm mit E-Bussen organisiert wird", so Gottfried Kupsch, Vorstand der AG City.

Das Themenfeld Urbane Logistik bietet Anknüpfungspunkte durch die Einrichtung von Verteilzentren (Logistik Hubs), als Umschlagplatz für die Nutzung von Lastenfahrrädern für die so genannte letzte Meile. An einem runden Tisch unter Beteiligung des Stadtrates für Stadtentwicklung und Umwelt des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf, Oliver Schruoffeneger, sollen Flächen für diese Logistik Hubs gefunden und mit Fachexperten der Umstieg von klassischer Belieferung mit größtenteils dieselbetriebene Lieferfahrzeuge auf elektrische Fahrzeuge darunter auch elektrisch betriebenen Lastenfahrrädern geplant und organisiert werden.

Des Weiteren sollen Micro-Hubs, d.h.mobile Packstationen aufgestellt werden, die private oder gewerbliche Nutzer beliefern. "Orte für die Logistik Hubs sehen wir auf dem Hardenbergplatz, dem Olivaer Platz und dem Stuttgarter Platz", so Kupsch.
Die im Themenfeld Immobile Mobilitätsinfrastrukturen entwickelten Ideen wie Parken 4.0, smarte Technologien, Ladeinfrastrukturen und Smart Grids ect. fließen u.a. in die Planungen von Kiezparkhäuser ein, die speziell und nur auf Elektromobilität ausgerichtet sein sollen.

Im Workshop zum Thema Parkhaus der Zukunft plant die AG City zusammen mit der eMO und Parkhausbetreibern ein Pilotprojekt, das beispielhaft auf die Anforderungen und Veränderungen der Mobilität eingestellt wird. Der Leiter der eMO, Gernot Lobenberg, ist überzeugt, dass hier großes Potential geborgen werden kann: "Gerade der ruhende Verkehr belastet die Innenstädte. Wir müssen die parkenden Autos von der Straße bekommen und gleichzeitig die Parkhäuser so intelligent machen, dass mehr Fahrzeuge hineinpassen und für Dienstleistungen wie Elektroladestationen, Paketservices und Fahrradabstellflächen geeignet sind."

Für die eMO stehen die Potentiale für die Entwicklung innovativer Mobilitätslösungen im Vordergrund. "Wir wollen in einem hochverdichteten urbanen Raum zeigen, dass und wie technologische Innovationen dazu beitragen können, die Mobilitätsprobleme von heute anzugehen. Die City West ist dabei ein guter Ort, um für Akzeptanz und das Vertrauen in solche Technologien zu werben," so Lobenberg.

Das Thema Digitales Mobilitätsumfeld ist übergreifend in allen anderen Bereichen zu finden. Digitale Entwicklungen bieten Chancen auf die Vernetzung aller Verkehrsteilnehmer, der Optimierung von Verkehrsflüssen oder dem Parksuchverkehr, zum Beispiel durch Einführung einer Verkehrs- und Parkmanagementplattform.

Die AG City engagiert sich sehr stark für das Thema Verkehr der Zukunft  bzw. Intelligente Mobilität, um die Region der City West qualitativ aufzuwerten.

Die Potentialstudie kann auf der Webseite der AG City durch Klick auf das Foto heruntergeladen werden.

Sie möchten gern an diesem Thema mitarbeiten? Melden Sie sich in der Geschäftsstelle der AG City.

Eine Kurzversion der Studie kann hier herunter geladen werden.