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27.04.2016 | Pressemitteilung International

Förderung der Elektromobilität: Entscheidungen setzen die richtigen Signale

Seit Monaten haben sich die Verhandlungen hingezogen, nun wurden endlich Entscheidungen getroffen, die wichtige Signale für den Markt setzen. Nicht nur die gemeinsam von der Bundesregierung und der Autoindustrie befürworteten Kaufprämien, auch der Ausbau der Ladeinfrastruktur und die Anpassung von bisher hemmenden Gesetzen und Verordnungen tritt den bisher größten – faktischen und psychologischen - Vorbehalten gegen Elektroautos entgegen: Preis, Ladeinfrastruktur und Reichweite.

Berlin, 27.04.2016: Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO begrüßt eine Entscheidung zu fiskalischen Anreizen und weiteren Vorteilen für Elektroautos. Denn Elektromobilität ist im Jahr 2016 nicht, wie in 2012 prognostiziert, in der Markthochlaufphase angekommen, was die nominale Stückzahl an Fahrzeugen betrifft. Der geringe Markthochlauf bei Elektrofahrzeugen in Deutschland einerseits und die weitaus bessere Entwicklung auf diesem Gebiet in einigen anderen Ländern auf der anderen Seite zeigen, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichend waren.

"Bisher gab es in Deutschland zu wenig Anreize, sich ein Elektroauto zuzulegen. Der Markthochlauf wird zwar zunächst vor allem mit Gewerbekunden erfolgen, aber auch für Privatkunden werden E-Autos stärker in den Fokus gerückt, spätestens im nachfolgenden Gebrauchtwagenmarkt. Genauso wichtig sind aber der Ausbau der Ladeinfrastruktur und der Abbau von Hemmnissen, wie z. B. im Energie-, Bau- und Wohnungseigentumsrecht. Das jetzt beschlossene Paket ist daher ein lang ersehntes wichtiges Signal, um der Elektromobilität wieder neuen Antrieb zu geben." so Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO.

Berlin-Brandenburg nimmt schon heute mit rund 3.000 Elektrofahrzeugen und 770 Ladepunkten eine Spitzenposition ein und ist das größte Praxislabor für Elektromobilität in Deutschland. Auch die Wirtschaft profitiert überproportional, allein in 2015 wurden in Berlin Investitionen in Höhe von über 15 Mio. € getätigt und über 300 Arbeitsplätze im Themenfeld Elektromobilität geschaffen. Rund 450 Akteure aus allen Wertschöpfungsbereichen sind hierbei in der Hauptstadtregion engagiert. Für Berlin-Brandenburg bleibt auf dem Weg der Elektromobilität weiter viel zu entwickeln und zu erforschen: Induktives Laden, Elektrofahrzeuge als Stromspeicher für die Energiewende, elektrische Busse und Nutzfahrzeuge und neue leichte Fahrzeuge für Personen und Güter, wie "People Mover" und Lastenfahrräder sowie die Vernetzung mittels Digitalisierung.