© InitiativE
09.02.2017 | Pressemitteilung

370 Mehr Elektroautos durch InitiativE

Förderprojekt sorgt für gute Luft und grünen Verkehr in Berlin

Berlin, 3. Februar 2017: Rund zehn Prozent der Elektroautos auf Berliner Straßen sind durch das Projekt InitiativE – Elektrische Flottenfahrzeuge für die Hauptstadtregion gefördert worden. 370 emissionsfreie Fahrzeuge sind so in gewerblichen Flotten in Betrieb genommen worden.
Die Berliner Agentur für Elektromobilität eMO führte das vom Bundesumweltministerium (BMUB) geförderte Projekt gemeinsam mit ihren Partnern Alphabet Fuhrparkmanagement GmbH, X-Leasing GmbH und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) seit Anfang 2014 durch. Bereits im Mai letztes Jahres war die Bestellung der Fahrzeuge abgeschlossen, bis Ende Dezember 2016 untersuchten die Forscher des DLR in der Begleitforschung zum Projekt das Fahrverhalten der Nutzer und zogen Schlüsse für den optimierten Flotteneinsatz von Elektrofahrzeugen.
Ein Teil der Mehrkosten eines gewerblichen Elektrofahrzeugs im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor wurden in dem Projekt gefördert. Außerdem konnte Ladeinfrastruktur finanziell unterstützt werden.
Mit dem Vorhaben hat die Hauptstadtregion das erklärte Ziel der Bundesregierung, die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland deutlich zu erhöhen, unterstützt.
Zielgruppen des Projektes waren Unternehmen, Institutionen und öffentliche Einrichtungen, die ihre Flotten mit Elektrofahrzeugen ausrüsten wollen. Firmenfahrzeuge haben einen Anteil von rund 60 Prozent bei den Erstzulassungen und spielen daher bei der Markteinführung von Elektrofahrzeugen eine entscheidende Rolle.
Die Flotten der Teilnehmer des Projekts wiesen große Bandbreiten unterschiedlichster Größen und Fahrzeugvarianten auf. Auch die Motivationen und Erfahrungen der Nutzer zeigen, dass Elektromobilität schon heute für sehr verschiedene Zwecke genutzt werden kann.
So ist der Geschäftsführer der Berliner Druckerei Ruksaldruck, Werner Schmidt, schon jetzt von der Wirtschaftlichkeit seines Elektroautos überzeugt: "Ich habe mal ausgerechnet, dass wir mit unserem Nissan EnV200 so viel Treibstoff eingespart haben, dass schon nach fast einem Betriebsjahr die Mehrkosten eingespielt wurden. Auch ohne Förderung wird das nächste Fahrzeug, das wir anschaffen, einen elektrischen Antrieb haben."
Die in Berlin niedergelassene Ärztin Dr. Angela Rockel hat durch das geförderte Fahrzeug ihr Verhältnis zu Autos geändert: "Früher habe ich mich nicht für die technischen Details von Autos interessiert. Das war für mich ein Transportmittel, um von A nach B zu kommen. Von dem Tesla allerdings bin ich sehr begeistert, erzähle in meinem Bekanntenkreis viel davon und habe auch schon einige Freunde angesteckt. Wir sind mit dem Auto bis nach Italien gefahren. Mit dem Super-Charger-Netz von Tesla ist das auch kein Problem."
Dass  Elektromobilität im ländlichen Raum und dort auch in Kommunen funktioniert, weiß der Fachbereichsleiter Bürgerbüro der Gemeinde Treuenbrietzen Jens Heinze: "Wir teilen uns das Auto mit unseren Bürgern. Nach Dienstschluss und am Wochenende, wenn es von unseren Mitarbeitern nicht mehr gebraucht wird,  können Bürgerinnen und Bürger den BMW i3 kostengünstig nutzen. Unser Bürgermeister war von Anfang an der Ideengeber, jedoch mussten die Mitarbeiter vorsichtig überzeugt werden. Heute ist es das beliebteste Fahrzeug in unserem Fahrzeugpool."
Die landeseigenen Berliner Verkehrsbetriebe BVG nutzten die InitiativE gleich im großen Stil. Unter dem Motto "Gelb wird jetzt noch grüner" wurden 100 von 105 Fahrzeugen der betriebseigenen PKW-Flotte ersetzt. Der BVG ist dabei vor allem der Beitrag des Unternehmens zum Klimaschutz wichtig, berichtet Heinrich Coenen aus der Stabsabteilung Geschäftsentwicklung. Zudem wolle die BVG zeigen, dass regional tätige Unternehmen bereits heute ihre Pkw-Flotte nahezu vollständig auf E-Antrieb umstellen können.  "Wir werden auf Kurz oder Lang ohnehin nicht mehr mit Verbrennern durch die Stadt fahren. Darauf wollen wir vorbereitet sein," so Coenen. Außerdem rechne sich der Einsatz der Elektrofahrzeuge auch hinsichtlich des Energiebedarfs der BVG: "Wir werden mit dem Fahrzeugpool in der Tiefgarage durch gesteuertes Laden Lastspitzen vermeiden können und so Stromkosten sparen.".
Zufriedene Projektpartner
Zufrieden zeigen sich auch die Projektpartner von InitiativE. Tim Beltermann, Leiter Vertrieb und Marketing beim Business Mobility-Anbieter Alphabet Deutschland: "Für uns war das Berliner Projekt ein voller Erfolg. Im Rahmen von regionalen und auch bundesweiten Förderprojekten haben wir in Deutschland  bereits mehr als 1.300 E-Fahrzeuge auf die Straße gebracht. eMobility wird weiter Fahrt aufnehmen und für Flotten noch attraktiver. Wir unterstützen unsere Kunden über den gesamten Prozess – von der Wahl des geeigneten E-Fahrzeugs über die Ladelösung bis hin zum ganzheitlichen Energiemanagement des Unternehmens."
Auch für X-Leasing war das Projekt ein voller Erfolg. "Nach Anschaffungswerten sind gut 70% der neu zugelassenen Straßenfahrzeuge in Deutschland geleast. Für den Erfolg der Elektromobilität ist also die Attraktivität im Leasing mit entscheidend", erklärt der Leiter Vertrieb Elektromobilität, Alexander Raatz.  Deshalb sei ein wesentliches Ziel des Förderprojekts, belastbare Erfahrungswerte für die Werthaltigkeit von Elektro- und PlugIn-Hybrid-Fahrzeugen zu gewinnen. "Als wir 2013 Partner des Förderprojekts wurden, waren wir mit knapp 2,5 Prozent E-Mobility-Anteil am PKW-Neugeschäft einer der erfolgreichsten Pioniere für E-Mobility in Deutschland. 2016, zum Ende des Projekts, hat die reine Elektromobilität einen Anteil von 28,5 Prozent. E-Mobility wurde so zu einer wesentlichen Säule unseres Portfolios", so Raatz.
Das DLR untersuchte im Rahmen des Projektes die Nutzung der Elektrofahrzeuge im Realbetrieb und leitete durch die Analyse der Nutzungsmuster der Fahrzeuge Umweltwirkungen für die Region ab. Die große Mehrheit der Unternehmen zeigte sich sehr zufrieden mit dem Einsatz der Elektrofahrzeuge im Unternehmensalltag. Dieser Schritt wurde auch von vielen Kunden der teilnehmenden Unternehmen begrüßt. Eine Vielzahl der Unternehmen plant die Anschaffung von weiteren Elektrofahrzeugen. Essentiell für die Entfaltung des vollen ökologischen Potenzials der Elektrofahrzeuge ist die Nutzung von Strom aus Erneuerbaren Energien, welches schon heute von den meisten am Projekt teilnehmenden Unternehmen praktiziert wird.
InitiativE Berlin-Brandenburg wurde durch die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB), die Industrie- und Handelskammer Berlin, die Handwerkskammer Berlin, die Kfz-Innung und die Elektro-Innung Berlin als assoziierte Partner unterstützt. Allein durch diese Multiplikatoren wurde eine Direktansprache von insgesamt mehr als 300.000 gewerblichen Mitgliedern möglich.
    
Kontakt:
Jörg Welke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Berliner Agentur für Elektromobilität eMO
Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH
Fasanenstr. 85,10623 Berlin
Tel +49 30 46302-402
Mobil: 0173-999 62 02
joerg.welke@emo-berlin.de
www.emo-berlin.de | www.berlin-partner.de