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14.04.2016 | International Pressemitteilung

100 Projekte, 770 Ladepunkte, 3.000 Elektrofahrzeuge, 500 Akteure: Internationales Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg bringt Investitionen und Arbeitsplätze

Mehr als 100 Unternehmen, wissenschaftliche und politische Einrichtungen treiben seit 2013 die Entwicklung der Elektromobilität im Schaufenster Berlin-Brandenburg voran. Mit ihrem Engagement setzen die Akteure wertvolle Impulse für Arbeitsplätze und Wertschöpfung in der Region. Insbesondere die 30 Kernprojekte mit einem Gesamtvolumen von rd. 76 Mio. € haben dazu beigetragen, dass die Hauptstadtregion heute das größte Praxislabor in Deutschland ist. Die Ergebnisse aus vier Jahren Schaufenster werden heute anlässlich der "Ergebniskonferenz SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT" in Leipzig der Öffentlichkeit vorgestellt.

Berlin 14.04.2016: Rund 500 Akteure aus allen Wertschöpfungsbereichen engagieren sich bereits heute in der Region für die Weiterentwicklung der Elektromobilität. Nicht zuletzt aufgrund der Themen und der Außenwirkung der Schaufensterprojekte haben zahlreiche Unternehmen der "Smarten Mobilität" in Berlin und Brandenburg investiert. Denn Berlin bietet nicht nur ein innovatives Umfeld für Startups und etablierte Unternehmen, sondern auch hervorragende Möglichkeiten zur sichtbaren und pilothaften Anwendung nachhaltiger Mobilitätskonzepte in Verbindung mit dem Energieland Brandenburg. Die von Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH in 2015 betreuten Neuansiedlungen und Expansionsvorhaben umfassen Investitionen in Höhe von 15,3 Millionen Euro und schufen 319 neue Arbeitsplätze im Themenfeld "Elektromobilität". Das sind rund fünf Prozent aller neu geschaffenen  Arbeitsplätze, die von Berlin Partner in 2015 betreut wurden. 

In Berlin-Brandenburg sind derzeit rund 3.000 Elektrofahrzeuge unterwegs, davon überdurchschnittlich viele im Carsharing.  Mit rund 770 Ladepunkten nimmt die Hauptstadtregion deutschlandweit eine Spitzenposition ein, auch dank mehrerer Schaufensterprojekte. Private, nicht öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur wird dabei nicht mitgerechnet. Allein auf Berlin entfallen 636 Ladepunkte. Bezogen auf die Einwohnerzahl bietet Berlin damit das dichteste Netz im Vergleich zu mehr als 900 Städten und Gemeinden in Deutschland. Diese Lademöglichkeiten werden ausschließlich durch Grünstrom betrieben. 

Die Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Schaufenster Berlin-Brandenburg zeigen, dass die Vernetzung der Unternehmen mit der Wissenschaft und der Verwaltung der richtige Weg ist, Arbeitsplatzpotenziale zu erschließen. Die in der Mehrzahl jungen und noch kleinen Unternehmen im Bereich der "intelligenten Mobilität" stehen vor der Herausforderung, ihre Finanzierung langfristig abzusichern und ihr Geschäftsmodell in Verbindung mit disruptiven Technologien stetig weiterzuentwickeln. Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO betont, "Berlin hat hervorragende Chancen das Themenfeld der Elektromobilität im Rahmen übergeordneter "Smart City Konzepte" als digitales Testfeld weiter auszubauen, durch zusätzliche Akteure und neue Projekte fortzuführen und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Denn die Mobilität der Zukunft ist digital, automatisiert, elektrisch und vernetzt, d. h. es geht um das Zusammenspiel aller Verkehrsträger. Berlin kann davon gleich dreifach profitieren: durch mehr Lebensqualität, eine bessere Umwelt und mehr Arbeitsplätze."

Am 14. und 15. April 2016 findet in der Leipziger Messe die Ergebniskonferenz SCHAUFENSTER ELEKTROMOBILITÄT statt. An zwei Konferenztagen werden die Projektergebnisse und -erfolge aus vier Jahren Schaufensterprogramm in parallelen Sessions präsentiert und mit Blick auf die Zukunft der Elektromobilität in Deutschland diskutiert. 

Besuchen Sie uns auf dem Gemeinschaftsstand der vier Schaufensterregionen in Halle 1. Informieren Sie sich über unsere Projekte und wie die Ergebnisse dazu beitragen, die Elektromobilität am Standort Berlin-Brandenburg weiterzuentwickeln. 

Über das Schaufenster Berlin-Brandenburg

Seit April 2012 ist Berlin-Brandenburg eines von vier Schaufenstern Elektromobilität. Das Gesamtvolumen beträgt in der Region rund 76 Millionen Euro, von denen Unternehmen rund 25 Millionen Euro, vier Bundesministerien gemeinsam 35 Millionen Euro und die Länder Berlin und Brandenburg rund 16 Millionen Euro tragen. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt. Das Internationale Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg wird von der Bundesregierung sowie den Ländern Berlin und Brandenburg für die Dauer von vier Jahren im Rahmen der Schaufensterinitiative des Bundes gefördert. Die Koordination der Projekte liegt bei der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO. 

Über die eMO

Die eMO ist die zentrale Anlaufstelle für Elektromobilität in der deutschen Hauptstadtregion. eMO bündelt die Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Die Agentur vernetzt und koordiniert die Akteure, gewinnt neue Partner für regionale, nationale und internationale Projekte und treibt Aktivitäten voran. eMO ist eine Agentur des Landes Berlin und wird getragen von der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH.