© Stefan Knauer, Projektkoordinator
09.11.2015 | News

Sanfte Revolutionen im Automobilbau und die Zukunft der Aus- und Weiterbildung

Die Kfz-Innung in Berlin und ihre Partner im Projekt "Learning eMobility" haben im Rahmen des Schaufensters Elektromobilität wichtige Grundlagen für die Vermittlung der Themen der Elektromobilität in Aus- und Weiterbildung im Kfz-und Zweirad-Servicebereich gelegt.

Zum Ausklang des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes fand am 28.10.2015 im Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin eine vom Fachpublikum mit viel Interesse wahrgenommene Abschlussveranstaltung statt.

Im Projekt "Learning eMobility" entwickelten und testeten die Projektpartner Lehrgänge der Aus- und Weiterbildung, um Fachkräften aus den Bereichen Kfz und Zweirad sowie aus anderen Berufsbereichen das berufliche Fachwissen zu vermitteln, das sie für einen gelungenen Start in die Elektromobilität benötigen. Highlights bildeten u.a. der Aufbau von Schulungs- und Demonstrationszentren für Hochvolttechnik in Kraftfahrzeugen für den KFZ- und den Zweiradbereich, die Entwicklung eines herstellerunabhängigen und markenübergreifenden Aus- und Weiterbildungsprogramms, die Mitwirkung bei der Entwicklung und Etablierung deutschlandweiter und internationaler technischer Standards sowie von Qualifizierungs- und Zertifizierungsstandards sowie der Aufbau von internationalen Netzwerken mit Akteuren in der Qualifizierung für Elektromobilität in europäischen Nachbarländern und in China.

Auch die Evaluation des Vorhabens bescheinigte, dass alle wesentlichen Ziele erreicht wurden. Die  Projektpartner sehen sich dem Ansatz von "Learning eMobility" weiterhin verpflichtet und werden gemeinsam mit den im Projekt gewonnenen bundesweiten und internationalen Netzwerkpartnern weiter daran arbeiten, für einen kompetenten und sicheren Umgang mit Elektromobilität zu qualifizieren.  Es bleibt also spannend – wie es auch im Motto der Tagung formuliert wurde.

Die Aktualität des Themas zeigt sich auch in Bezug auf die dynamischen Entwicklungen und Trends im Bereich des Automobilbaus und der Elektromobilität. Deshalb lag neben dem Blick auf die Ergebnisse und Wirkungen des Projektes ein zweiter Schwerpunkt der Tagung darauf, den Blick nach vorne zu richten. Die "sanfte Revolution" im Automobilbau, ob durch Elektromobilität oder andere Trends verweist auf eine spannende Zukunft der Mobilität, wie die Fachbeiträge während der Veranstaltung zeigten:

  • Entwicklungstrends im Elektrischen Antriebsstrang (Prof. Dr. Michael Lindemann, HTW Berlin)
  • Höhere Energiedichte, neue Technologien, intelligente Steuerung und geringere Kosten der Batterien - was kommt? (Karl Nestmeier, Krabatt UG Aub-Baldersheim)
  • Einstieg in die Nutzung der Brennstoffzelle (Dirk Breuer, Toyota Deutschland, Köln)
  • Autonomes Fahren - Made in Germany (Matthias Schulze, Daimler AG, Sindelfingen)

Für eine schwunghafte Diskussion sorgte der als "Autopapst" den RBB-Hörern gut bekannte Rundfunkjournalist Andreas Kessler.

Mehr Informationen: http://www.learning-emobility.de/