© BPWT

Reinhard Müller, Sigird Nikutta, Berthold Huber, Ramona Pop, Gernot Lobenberg

© BPWT
12.04.2018 | News Pressemitteilung

Hauptstadtkonferenz 2018

Auf der sechsten Hauptstadtkonferenz der eMO wurden neue Geschäftsideen und Projekte vorgestellt, aber auch diskutiert, wie die neuen Mobilitätsformen auf die Straße kommen. Rund 600 Experten trafen sich im Schöneberger Gasometer auf dem EUREF-Campus zum mittlerweile etablierten Branchentreff.

Dieselskandal, Klimawandel, wachsende Städte: Die Herausforderungen an die Mobilität der Metropolen werden größer. Ideen sind gefragt und neue Geschäftsmodelle. Experimentierfreudige Unternehmen arbeiten zusammen mit den Bürgerinnen und Bürgern, der Wissenschaft und der Verwaltung, um diese Herausforderungen zu meistern. Neue intermodale Mobilitätsformen, die den Besitz von privaten PKW reduzieren, Logistikkonzepte, die Waren bündeln und Lieferverkehr optimieren, automatisierte Fahrzeuge, die miteinander kommunizieren und für mehr Sicherheit sorgen, die Kopplung von Energie und Mobilität – und natürlich elektrisch: das alles passiert in Berlin.

Weil neue Ideen und Geschäftsmodelle ausprobiert und auf ihre Marktfähigkeit geprüft werden müssen, wird die Hauptstadt zum Testfeld für neue Mobilität, von der die Bürgerinnen und Bürger profitieren.

Auf der sechsten Hauptstadtkonferenz Elektromobilität der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO werden neue Geschäftsideen und Projekte vorgestellt, aber auch diskutiert, wie die neuen Mobilitätsformen auf die Straße kommen und zur Verbesserung der Lebensqualität in den Metropolen beitragen. Rund 600 Experten aus Unternehmen, Wissenschaft und Politik treffen sich im Schöneberger Gasometer auf dem EUREF-Campus zum mittlerweile etablierten Branchentreff.

855 Arbeitsplätze wurden im vergangenen Jahr im Bereich intelligenter Mobilität durch Projekte und Unternehmen, die von Berlin Partner und der eMO betreut wurden, geschaffen. Neun von der eMO unterstützte Forschungs- und Innovationsprojekte haben ein Projektvolumen von fast 14 Millionen Euro nach Berlin gebracht (Fördermittel und Eigenanteile der beteiligten Unternehmen).

Intelligente Mobilität wird derweil immer sicht- und erlebbarer für Berlinerinnen und Berliner. Mehr als 1.300 elektrische Roller können in der Innenstadt gemietet werden. Carsharing hat sich etabliert und Berlin zur Hauptstadt des Carsharings gemacht. Die landeseigenen Betriebe setzen verstärkt auf Elektrofahrzeuge in ihren Flotten. Diese Unternehmen haben mehr als 250 E-Autos in ihren Flotten, davon hat allein die BVG 100 Fahrzeuge. Die Berliner Feuerwehr flottet erstmals ein elektrisch betriebenes Löschfahrzeug ein. Auf dem Gelände der Charité in Mitte und im Wedding sowie auf dem EUREF-Campus in Schöneberg kann man in autonomen Bus-Shuttles mitfahren; Berliner Bezirke setzen auf Verhaltensänderungen und entwickeln Mobilitätskonzepte für Anwohner; in der City entstehen Logistik-Umschlagspunkte, von denen Waren auf der sogenannten "letzten Meile" verteilt werden.

Viele der neuen Konzepte und Produkte werden in Berlin von jungen Unternehmen entwickelt und zur Marktreife gebracht: Digitale Lösungen für E-Ticketing-Plattformen, mobile Ladestationen, modulare offene Batteriekonzepte oder Ridesharing-Services sind nur einige Beispiele des Erfinderreichtums von Gründern, was sich auch im rasanten Zuwachs des eMO-Clubs für junge Unternehmen widerspiegelt.

Aber auch etablierte Unternehmen haben die Chancen für neue Geschäftsfelder im Bereich der Mobilität entdeckt. Der neue eMO Partner Deutsche Bahn setzt diese in ihrem Smart City Konzept um und arbeitet gemeinsam mit der BVG an Mobility-on-Demand-Projekten. Der neue eMO Partner Stromnetz Berlin kümmert sich um die intelligente Integration von Ladeinfrastruktur in das Stromnetz, um viele Elektrofahrzeuge laden zu können. Schwergewichte wie Würth-Elektronik und Toyota – beides neue eMO-Partner – vernetzen sich in Berlin, um Projekte rund um Elektronik und Wasserstoff-Mobilität voranzutreiben.

Ramona Pop, Bürgermeisterin von Berlin und Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: "Berlin wächst, immer mehr Menschen leben und arbeiten in Berlin und wollen hier mobil sein. Dafür erneuern wir die Verkehrsinfrastruktur unserer Stadt und bauen diese insbesondere für umweltfreundliche Mobilität aus. Berlin ist Vorreiter für intelligente Mobilität: mit dem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und mit innovativen Lösungen stärken Berliner Unternehmen die wirtschaftliche Dynamik und tragen zum Klimaschutz bei."

Gernot Lobenberg, Leiter der Berliner Agentur für Elektromobilität eMO, "2018 scheint ein Jahr des Aufbruchs für die intelligente Mobilität zu werden. Wir spüren bei der eMO, wie neue Impulse durch die Digitalisierung und die Forderung nach mehr Lebensqualität in den wachsenden Städten die Branche beleben, neue Mobilitätsunternehmen gegründet werden und etablierte Firmen neue Felder in dem Bereich erschließen. Viele neue Arbeitsplätze und neue Unternehmen sind so im vergangenen Jahr in Berlin entstanden und noch nie gab es hier so viele Pilotprojekte für eine intelligente und neue Mobilität. Daran werden wir als eMO mit unseren Partnern weiter arbeiten."

Über die eMO

eMO ist eine Agentur des Landes Berlin, die von der Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH getragen wird. Partner sind das Land Brandenburg sowie Unternehmen und Institutionen aus Wirtschaft und Wissenschaft. eMO bündelt die Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung, vernetzt die Akteure und unterstützt die Entwicklung, Durchführung und Vermarktung regionaler, nationaler und internationaler Innovationsprojekte im Bereich intelligenter Mobilität.